Einfluss der glutenfreien Ernährung auf die Nährstoffzufuhr, Laborparameter und das Wachstum

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Wie verändert sich das Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen, die von Zöliakie betroffen sind während des ersten Jahres nach der Diagnose? Beeinflusst die glutenfreie Ernährung (GFD) bestimmte Laborparameter und das Körperwachstum? Eine aktuelle Studie aus Italien ist diesen Fragen nachgegangen und ist zu interessanten Ergebnissen gekommen.

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Sie sind Ernährungsfachkraft oder Arzt und interessiert an glutenbedingten Erkrankungen und dem Reizdarmsyndrom?

Methode

Von 79 Kindern, die von Zöliakie betroffen sind, wurden über 24 Monate 24-Stunden-Ernährungstagebücher, Lebensmittelfrequenzmuster, anthropometrische und Laborparameter prospektiv vor und während des ersten GFD-Jahres gesammelt.

Ergebnisse

Es zeigte sich, dass sich die durchschnittliche Aufnahme von Makronährstoffen im Laufe des Jahres nicht verändert hat. Die Kalorienaufnahme blieb unter 90 Prozent und die Proteinaufnahme bei über 200 Prozent der Empfehlungen. Die Fettaufnahme lag stabil bei 34 Prozent der Gesamtenergiezufuhr. Die Zufuhr an ungesättigten Fettsäuren nahm zu, ebenso an Ballaststoffen, während weniger Folsäure aufgenommen wurde. In der Studie wurden Unterschiede zwischen Jungen und Mädchen und verschiedenen Altersgruppen festgestellt. Insbesondere hatten Jugendliche eine geringere Kalorienzufuhr und weibliche Teilnehmer nahmen mehr Omega-3-Fettsäuren auf.

Fazit

Kurzfristig ist die GFD ernährungsphysiologisch einer glutenhaltigen Ernährungsweise sehr ähnlich, mit einigen Verbesserungen bei der Aufnahme von ungesättigten Fettsäuren und Ballaststoffen. Die Kalorienaufnahme kann sich unter der GFD verschieben und sollte insbesondere bei Jugendlichen überwacht werden.

Zur Studie