Leda Roncoroni - Gewinnerin des DSI Nutrition Project Award 2018

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Der DSI Nutrition Project Award bietet zugelassenen Ernährungsfachkräften und Ärzten in verschiedenen Ländern die Möglichkeit eine Unterstützung für die Finanzierung eines Projekts im Bereich der Forschung oder Dienstleistungsentwicklung zu gewinnen, das speziell auf die Verbesserung oder Weiterentwicklung der Ernährungstherapie von Patienten mit gastroenterologischen Störungen ausgerichtet ist.

 

Gewinnerin des DSI Nutrition Project Award 2018 ist Leda Roncoroni, Biologin und Ernährungswissenschaftlerin, mit dem Projekt "Einfluss einer glutenfreien FODMAP-armen Ernährung auf das intestinale Mikrobiota und die mukosale miRNA bei Patienten mit Zöliakie"

„Wir haben uns für eine Kandidatur beim 2018 zum dritten Mal vergebenen Nutrition Project Award für Gastroenterologie entschieden, um ein Projekt weiterentwickeln zu können, das wir schon seit einiger Zeit umsetzen wollen. Unser Interesse galt dabei vor allem dem Teil der Bevölkerung, der von einer Zöliakie-Erkrankung betroffen ist, insbesondere aber behandlungsresistente Patienten und unter diesen wiederum der kleinen Gruppe von Zöliakie-Kranken, bei denen selbst eine streng glutenfreie Ernährung keine Besserung zeigt. Sie leiden unter einer dauerhaften Malabsorption und einer Atrophie der Darmzotten. Unser Interesse speist sich aus der Tatsache, dass in der Literatur bisher noch keine gründliche Bewertung der Darmflora solcher Patienten beschrieben wurde. Es ist weitgehend unbestritten, dass das Mikrobiom des Darms bei vielen chronischen Erkrankungen wie beispielsweise der Zöliakie eine Rolle beim Ausbruch und der Ausbreitung von Entzündungen spielt. Das Ziel unseres Forschungsprojekts ist insbesondere, den Einfluss einer Ernährung mit einem geringen Gehalt an FODMAPs auf die Darmflora von behandlungsresistenten Zöliakie-Patienten zu beobachten, die über anhaltende gastrointestinale Symptome klagen, aber im Wesentlichen unbeeinträchtigt leben. FODMAPs (Abkürzung der englischen Bezeichnung für „fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole) sind kurzkettige, fermentierbare Kohlenhydrate, die einen bekannten und oft angewandten ernährungswissenschaftlichen Ansatz für die Behandlung von Reizdarm-Patienten darstellen. Neben der Darmflora wird die im Blut vorhandene Mikro-RNA – also kleine RNA-Bestandteile, über deren Einfluss auf Autoimmunkrankheiten noch wenig bekannt ist und für deren Regulierung bei Zöliakie-Erkrankung überhaupt nur wenige Belege vorliegen – vor und nach der Ernährungsumstellung kategorisiert. Das Projekt wird von unserer gastroenterologischen und endoskopischen Abteilung am Referenzzentrum für die Prävention und Diagnose von Zöliakie-Erkrankungen unseres Krankenhauses durchgeführt werden.“

  • Leda Roncoroni, Biologin und Ernährungswissenschaftlerin, Expertin für Hygiene und das Gesundheitswesen, Doktor der Gastroenterologie, Zentrum für Prävention und Diagnose der Zöliakie-Erkrankung, Wissenschaftliches Institut für stationäre und ambulante Behandlungen des Krankenhauses  Ca’ Granda Ospedale Policlinico in Mailand