Re-Cereal ‒ ein grenzüberschreitendes Projekt
Im November 2016 wurde das Projekt Re-Cereal als Teil des Programms Interreg V-A Italien-Österreich ins Leben gerufen, wobei das Dr. Schär R&D Centre als Koordinator aller beteiligten Partner fungierte. Das Ziel war ebenso einfach wie ehrgeizig, nämlich die resilienten, geschichtsträchtigen Kulturen wieder in den Mittelpunkt der alpinen Landwirtschaft zu stellen.
Daher wurden Hafer, Hirse und Buchweizen auch aus außereuropäischen Ländern eingeführt und in Versuchsfeldern in Friaul-Julisch Venetien, Südtirol und Kärnten angebaut, um ihre Qualität, Erträge und das Potenzial für eine Rückkehr in die alpinen Regionen zu bewerten.
der Nährstoffreichtum alter Getreidesorten
Die im Rahmen des Re-Cereal-Projekts entwickelten Mahl- und Verarbeitungsverfahren haben es ermöglicht, den Nährwert von Hirse, Buchweizen und Hafer zu erhalten. Durch die Entwicklung innovativer Analysemethoden konnten wir zudem den Nährstoffgehalt der Getreidesorten und Mehle nachweisen. Die Ergebnisse zeigten, dass Hirse als die am besten geeignete Kulturpflanze für gezielte Kreuzungen und neue Züchtungen mit optimalen agronomischen Eigenschaften ist.
Resiliente Ökosysteme
Die Wiedereinführung dieser Getreidearten und Pseudogetreide in den Alpenraum bietet nicht nur neue Möglichkeiten für die Produkte, sondern fördert auch die Fruchtfolge auf den Feldern und die Bodengesundheit, die durch Monokulturen oft beeinträchtigt ist.
Der robuste Buchweizen trägt mit seinen vielen Wurzeln dazu bei, den Boden zu lockern und zu belüften, sodass seine Fruchtbarkeit ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verbessert wird.